Kunstmesse · 28.–30. August 2026
KUNST/
MITTE 2026
Der Galerieladen präsentiert acht eigenständige künstlerische Handschriften in Koje 36.
Material, Erinnerung und Veränderung
Acht Künstlerinnen, acht eigenständige Handschriften und vielfältige Perspektiven auf unsere Gegenwart.
Mit Arbeiten von Beate Bröcker, Pegah Gohlke, Charlott Meisel, Mimi Mynz, Claudia Simon, Marika Thoms, Heidekatrin Wittler und Kirsten Mengewein präsentiert der Galerieladen auf der KUNST/MITTE 2026 Malerei, Fotografie, Skulptur, Relief, Stickerei und Mixed Media.
Was die Arbeiten verbindet, ist ihr Interesse an Material, Erinnerung und Veränderung. Ob Papier, Holz, Stoff, Farbe oder fotografische Emulsion: Das Material ist bei vielen der gezeigten Arbeiten weit mehr als Träger eines Bildes. Es erzählt Geschichten, bewahrt Spuren und wird selbst zum Ausgangspunkt künstlerischer Prozesse.
Andere Positionen setzen sich mit Körper, Landschaft, Architektur oder Erinnerung auseinander und eröffnen persönliche wie gesellschaftliche Perspektiven auf unsere Gegenwart.
Die Präsentation vereint abstrakte und figurative Arbeiten, fotografische und plastische Positionen sowie unterschiedliche Generationen von Künstlerinnen. Gerade diese Vielfalt macht den Reiz des Messeauftritts aus und lädt dazu ein, die einzelnen Werke in Beziehung zueinander zu entdecken.
Der Galerieladen
Wir interessieren uns für Arbeiten, die etwas auslösen – nicht für Arbeiten, die sich möglichst schnell erklären.
Koje 36
Vertretene Künstlerinnen
- Beate Bröcker
- Pegah Gohlke
- Charlott Meisel
- Mimi Mynz
- Claudia Simon
- Marika Thoms
- Heidekatrin Wittler
- Kirsten Mengewein
Kuratorisches Statement
Arbeiten miteinander ins Gespräch bringen
Kuratieren bedeutet für uns nicht, möglichst ähnliche Arbeiten zusammenzuführen. Es bedeutet, Werke auszuwählen, die sich gegenseitig ergänzen, widersprechen oder herausfordern.
Die Präsentation auf der KUNST/MITTE folgt deshalb keinem gemeinsamen Thema. Was die Arbeiten verbindet, ist ihre Eigenständigkeit. Unterschiedliche Materialien, Techniken und Haltungen treten miteinander in Beziehung und eröffnen neue Blickwinkel auf unsere Gegenwart.
Wir verstehen Ausstellung als Einladung zum Entdecken. Nicht jede Arbeit muss sich sofort erschließen. Manche Bilder brauchen Zeit. Manche Fragen bleiben offen. Gerade darin liegt für uns die besondere Qualität zeitgenössischer Kunst.
Für die KUNST/MITTE 2026 wird das Kuratorinnenteam des Galerieladens erstmals durch die Hallenser Künstlerin Charlott Meisel ergänzt. Gemeinsam mit Heidekatrin Wittler und Kirsten Mengewein verantwortet sie die Auswahl und Präsentation der gezeigten Arbeiten.
Beate Bröcker
Verletzlichkeit als Stärke
Papier, Karton und wiederverwendete Materialien erzählen bereits eine Geschichte, bevor Beate Bröcker mit ihnen arbeitet. Sie nutzt diese Spuren nicht als Hintergrund, sondern macht sie zum Ausgangspunkt ihrer Reliefs und Skulpturen.
Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Fragilität und Widerstandskraft. Schichtungen, Risse und feine Oberflächen bleiben sichtbar und werden Teil der künstlerischen Erzählung. Aus vermeintlich Wertlosem entstehen Werke von großer Präsenz, die beim näheren Betrachten immer neue Details preisgeben.
Nachhaltigkeit ist dabei keine Botschaft, sondern eine selbstverständliche Arbeitsweise. Material wird nicht verbraucht, sondern weitergedacht.
Website der Künstlerin
Pegah Gohlke
Ordnung trifft auf Zufall
Farben überlagern sich. Linien verschwinden wieder. Flächen verdichten sich und lösen sich im nächsten Moment auf.
Pegah Gohlkes Malerei lebt von diesem Wechsel zwischen Kontrolle und Offenheit. Ausgangspunkt sind persönliche Erfahrungen und Erinnerungen, die sich nicht in gegenständlichen Motiven festschreiben, sondern in abstrakte Kompositionen übersetzen.
Ihre Bilder lassen Raum für Assoziationen und zeigen, wie aus Bewegung, Überlagerung und Farbe neue Ordnungen entstehen können.
Instagram
Charlott Meisel
Zwischen Wirklichkeit und Imagination
Ein Nashorn trägt einen menschlichen Körper. Tiere, Landschaften und Figuren begegnen sich, als hätte es nie eine Grenze zwischen ihnen gegeben.
Charlott Meisel entwickelt Bildwelten, die vertraut wirken und zugleich rätselhaft bleiben. Mit großer zeichnerischer Präzision verbindet sie Wirklichkeit und Fantasie, ohne ihre Arbeiten eindeutig festzulegen.
Neben ihrer eigenen künstlerischen Praxis ist Charlott Meisel Geschäftsführerin der Megaphon Galerie Halle. Für die Präsentation des Galerieladens auf der KUNST/MITTE bringt sie ihre Erfahrungen außerdem als Mitglied des Kuratorinnenteams ein.
Website der Künstlerin
Mimi Mynz
Erinnerung in Farbe und Form
Architektur ist für Mimi Mynz mehr als gebaute Umgebung. Sie ist Erinnerung, Rhythmus und Komposition.
Mit reduzierten Formen, klaren Linien und kraftvollen Farbflächen entwickelt sie Arbeiten, die zwischen grafischer Präzision und malerischer Leichtigkeit vermitteln. Bekanntes wird vereinfacht, neu zusammengesetzt und erhält eine überraschende Selbstverständlichkeit.
Ob Leinwand, Collage oder Risographie – ihre Werke laden dazu ein, genauer hinzusehen und Alltägliches neu zu entdecken.
Website der Künstlerin
Claudia Simon
Geschichten im Material
Bevor Claudia Simon den ersten Faden setzt, hat das Material oft schon ein eigenes Leben hinter sich. Gebrauchtes Holz, Stoffe oder alte Oberflächen tragen Spuren von Zeit, Nutzung und Veränderung – genau dort beginnt ihr künstlerischer Prozess.
Mit Stickerei, Zeichnung und Schablonentechnik verbindet sie traditionelle Handarbeit mit einer zeitgenössischen Bildsprache. Die feinen Stiche treffen auf raue Materialien, grafische Elemente auf zufällige Gebrauchsspuren.
Ihre Werke erzählen nicht nur von Transformation. Sie vollziehen sie. Was ausgedient hat, erhält eine neue Bedeutung – nicht durch Verbergen, sondern durch das bewusste Sichtbarmachen seiner Geschichte.
Website
Marika Thoms
Farbe als Bewegung
Es gibt keinen festen Plan, wenn Marika Thoms ein Bild beginnt. Farbe wird aufgetragen, übermalt, wieder freigelegt. Linien verschwinden, neue Formen entstehen. Jede Arbeit entwickelt ihre eigene Dynamik.
Dieser offene Prozess prägt ihre abstrakte Malerei. Gestische Bewegungen treffen auf ruhige Flächen, kräftige Farben auf feine zeichnerische Eingriffe. Nichts wirkt zufällig, obwohl vieles aus dem Moment heraus entsteht.
Die Bilder erzählen keine Geschichten im klassischen Sinn. Sie laden dazu ein, Bewegung, Rhythmus und Spannung unmittelbar zu erleben und dabei eigene Assoziationen zu entwickeln.
Website der Künstlerin
Heidekatrin Wittler
Körper im urbanen Raum
Menschen bewegen sich durch Städte. Sie hinterlassen Spuren und werden zugleich von ihrer Umgebung geprägt. Genau diesem Verhältnis widmet sich Heidekatrin Wittler in ihren großformatigen Gemälden.
Im Mittelpunkt stehen meist weibliche Figuren, deren Präsenz sich nicht allein aus ihrer Körperlichkeit entwickelt, sondern aus ihrer Beziehung zum Raum. Architektur wird dabei nicht zur Kulisse, sondern zum Gegenüber.
Farbe, Komposition und Blickführung verdichten persönliche Erfahrungen zu Bildern, die Fragen nach Sichtbarkeit, Identität und gesellschaftlicher Teilhabe aufwerfen. Ihre Malerei beobachtet unsere Gegenwart aufmerksam, ohne sie eindeutig zu erklären.
Instagram
Kirsten Mengewein
Vom Abbild zur Erinnerung
Ein analoges Sofortbild ist für Kirsten Mengewein nicht das Ende eines fotografischen Prozesses, sondern dessen Beginn. Die Bildschicht wird vom ursprünglichen Träger gelöst, verschoben und auf einen neuen Untergrund übertragen.
Dabei entstehen Falten, Risse und feine Verschiebungen, die sich nicht vollständig kontrollieren lassen und genau deshalb Teil der Arbeit werden. In einer Zeit digitaler Perfektion beschäftigt sie sich bewusst mit Verfahren, die Materialität und Zufall sichtbar machen.
Die gezeigten Arbeiten bewegen sich zwischen Fotografie, Druckgrafik und Collage. Sie erzählen von Erinnerung, Vergänglichkeit und der Schönheit des Unvollkommenen – nicht als Motiv, sondern als Eigenschaft des Materials selbst.
Website der KünstlerinKUNST/MITTE 2026
Trefft uns in Koje 36
Wir freuen uns auf Gespräche über die ausgestellten Arbeiten, auf Begegnungen mit Kunstinteressierten und auf den Austausch mit Künstler:innen, Sammler:innen und Kolleg:innen.
Termine
Vernissage
27. August 2026
Kunstmesse
28.–30. August 2026
Stand
Der Galerieladen
Koje 36
Acht Künstlerinnen
Malerei, Fotografie, Skulptur, Relief, Stickerei und Mixed Media
Über uns
Der Galerieladen
BUY ART. NOT COCAINE.
Es gibt Ausstellungen, die Kunst zeigen. Und es gibt Ausstellungen, die Kunst miteinander ins Gespräch bringen. Genau dort beginnt unsere Arbeit.
Der Galerieladen versteht sich als unabhängiger Ort für zeitgenössische Kunst in Magdeburg-Buckau. Ausstellungen entwickeln sich durch Gespräche, Atelierbesuche und die intensive Auseinandersetzung mit künstlerischen Arbeiten. Jede Entscheidung ist Teil eines kuratorischen Prozesses, der Unterschiede nicht auflöst, sondern bewusst sichtbar macht.
Neben Ausstellungen gehören Workshops, Künstlerinnengespräche und Vermittlungsformate selbstverständlich zu unserer Arbeit. Denn wir möchten Kunst nicht vereinfachen, sondern Zugänge schaffen.
Die Teilnahme an der KUNST/MITTE bietet die Möglichkeit, das vielfältige Programm der Galerie einem überregionalen Publikum vorzustellen und neue Impulse für den Austausch zwischen Künstlerinnen, Sammler:innen und Kunstinteressierten zu schaffen.
Der Galerieladen
Schönebecker Straße 116
39104 Magdeburg-Buckau
Leitung: Heidekatrin Wittler und Kirsten Mengewein
E-Mail:
post@dergalerieladen.de
Instagram: @dergalerieladen
